Verein für Heimat und Kultur Kernen im Remstal




 
 



 

Glockenkelter

Foto: Jürgen Lieb

 

 

Die Premiere unseres Films über die

Zeitzeugen der Hangweide


findet
am 1. Oktober 2021 um 16 h im Bürgerhaus statt.

Viele Mitwirkende werden anwesend sein.

Eine weitere Aufführung gibt es um 19 h.


Der Eintritt ist frei (3G!), Anmeldungen über die Homepage der Gemeinde.

Details auf unserer Facebookseite.

Einen elfminütigen Trailer können Sie schon jetzt auf der Hangweide-Seite der Gemeinde ansehen.

 

 

 

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Wir trauern um unser Vereinsmitglied Professor Jörg Schlaich


Der für seine filigranen Seilnetzkonstruktionen bekannte Bauingenieur Jörg Schlaich (17. Oktober 1934 in Stetten im Remstal) ist tot. Er starb am 4. September im Alter von 86 Jahren, wie das von ihm gegründete Ingenieurbüro Schlaich Bergermann Partner mitteilte.

Jörg Schlaich war ein weltweit anerkannter Fachmann für unkonventionelle Ingenieurbauwerke. Bekannt wurde er unter anderem durch filigrane Fußgängerbrücken, hohe Stahltürme und aufwändige Seilnetzkonstruktionen, mit denen er architektonisches Neuland betrat.

Maßgeblich beeinflusst sah er sich von Fritz Leonhardt, dem Planer des Stuttgarter Fernsehturms, des ersten Fernsehturms überhaupt, dem weltweit zahlreiche weitere folgten.

In Zusammenarbeit mit Günter Behnisch und Frei Otto gestaltete er das Dach des Münchner Olympiaparks. Auch in Stuttgart ist das Erbe des Bauingenieurs vielerorts sichtbar: Er konstruierte das Dach der Mercedes-Benz-Arena, das Terminal 3 des Stuttgarter Flughafens und den Aussichtsturm auf dem Killesberg.

Neben seiner Tätigkeit als Ingenieur lehrte Schlaich mehr als 25 Jahre als Professor am Institut für Massivbau an der Universität Stuttgart. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Der Heimatverein Kernen wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

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Videoserie: Geschichte und Geschichten aus Kernen im Remstal

Leider können wir mit dem Heimatverein in dieser schweren Zeit nicht so präsent sein, wie wir es gerne wären und wie es auch sonst der Fall ist. Das heißt aber nicht, dass im Verein nichts los ist und wir nicht aktiv sind.

Auf Hochtouren und mit sehr erfreulicher, weil durchweg positiver Resonanz, läuft unser Projekt „Virtuelle Ortsführungen Kernen“ unter der Federführung von Jürgen Lieb. Bisher wurden über 25 Videos zu ortsbezogenen Themen zu Rommelshausen und Stetten auf den

hochgeladen und die Zahl der Aufrufe der einzelnen Videos kann sich durchaus sehen lassen. Wenn Sie die wöchentlichen Filme nicht schon verfolgen und Abonnent des YouTube-Kanals sind, unbedingt nachholen, denn es sind noch viele weitere interessante Beiträge geplant, die veröffentlicht werden.

Oder gehen Sie an die frische Luft und schauen Sie sich die Kernener Sehenswürdigkeiten in Ruhe vorort an.
Hier geht es zum Download der Broschüre der beiden


Historischen Ortsrundgänge

Apropos Museum. Wir haben aus dem Nachlass des Architekten Ruthard Schwegler Möbel nach Entwürfen dessen Vaters, des Architekten August Schwegler, bekommen: einen Tisch mit vier Stühlen, ein Buffet, zwei Standuhren und eine Lampe. Dazu Fachbücher und das über 100 Jahre alte Taufkleid des Vaters.

Ebenfalls haben wir Sachspenden des Alt-Bürgermeisters Jäkle erhalten. Auch wurden uns zwei Dioramen von der im Jahr 2013 gezeigten Ausstellung mit selbstbemalten Zinnfiguren von Klaus Methner zur Verfügung gestellt, die wir gerne im Museum ausstellen.

Die Premiere unseres Films über die Hangweide und ihre Bewohner wird auf 1. Oktober 2021 verschoben.
Einen 11minütigen Trailer können Sie aber jetzt schon auf der Hangweide-Seite der Gemeinde finden.

Wir werden im Mitteilungsblatt rechtzeitig auf neue Veranstaltungen hinweisen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit und bleibat xond!


Brauchen Sie ein Geschenk?

Unser Vereinsmitglied Andreas Fitzel hat 2020 für sein Buch über das Stettener Brotwasser den 2. Preis beim Landespreis für Heimatforschung erhalten. Es genügt eine Mail an heimatverein-kernen@gmx.de und wir liefern Ihnen das Buch in Kernen und Umgebung frei Haus.

Fitzel, Andreas U.: Stettener Brotwasser. Geschichte(n) eines legendären Weines. Von starkem Wein, starken Frauen und höfischem Glanz im Remstal. 100 S.
Bärenfelser & BAG-Verlag, Remshalden 2019. ISBN 978-3-86372-052-0. 14 Euro

Seit Jahrhunderten zählt Stettener Brotwasser zu den berühmtesten Weinen in Württemberg. Die Lage befindet sich im Alleinbesitz des Weinguts Herzog von Württemberg. Eine wissenschaftlich fundierte Studie zur Geschichte des Stettener Brotwassers fehlte freilich bislang. Dem widmete sich nun der Kulturwissenschaftler Andreas Fitzel.
Dabei hatte er eine ganze Reihe an Fragen zu beantworten: Seit wann existiert Stettener Brotwasser und wie kam es zur Namensgebung? Handelte es sich dabei um eine Lage oder vielmehr eine Weinsorte? Aus welchen Rebsorten wurde Stettener Brotwasser erzeugt? Wie entstand sein Ruf als Spitzenwein? Um es gleich vorweg zu sagen: Andreas Fitzel hat das Thema akribisch anhand sämtlicher verfügbarer Primärquellen recherchiert und auf all diese Fragen überzeugende Antworten gefunden. Ihm gelingt es, komplexe Themen verständlich darzustellen. Es ist überdies ein überaus spannend geschriebenes Buch entstanden, in dem es um „Mätressen und Intrigen, Schlösser und Feste, Krieg und Frieden, Liebe und Macht" geht.
In fünf schlüssig aufgebauten Kapiteln nähert sich der Autor dem Thema. Im Kapitel „Das Brotwasser - Lage, Sage und Geschichte" beleuchtet Andreas Fitzel die Legende, nach der die Bezeichnung Stettener Brotwasser von einer List herrührt, mit der eine Hofdame im 17. Jahrhundert ihren Weinkonsum vor der Öffentlichkeit versteckte, indem sie sich Wein in den Wasserkrug einschenken ließ und ihr Brot dort hineintunkte. Im nächsten Kapitel erörtert Andreas Fitzel die Beschaffenheit des berühmten Weins und kommt zum Ergebnis, dass er anfangs aus weißem Traminer, später aus Grauburgunder und Muskateller erzeugt wurde. Aufgrund seiner Stärke war der kräftig gefärbte Wein zu einem gesuchten Gewächs geworden. Wilhelmine Grävenitz, die berühmte Mätresse des württembergischen Herzogs, liebte das Brotwasser und zweigte erhebliche Mengen davon ab, um verdeckt damit zu handeln - „vom Modewein am Hof zum Politikum", so die Überschrift des Kapitels. War der Wein zunächst beim Adel beliebt, so begann er im Laufe des 18. Jahrhunderts überregional bekannt zu werden und taucht nun in einschlägigen Weinbüchern und Reiseführern auf. Geschützte Herkunftsbezeichnungen und eingetragene Markennamen gab es damals noch nicht, so dass es im 19. Jahrhundert zunächst zu einer Verwässerung der Qualitätsstufe kam, indem auch weniger hochwertige Weine unter dem berühmten Namen in den Handel gelangten. Als die Hofkammer ab etwa 1830 auf Riesling setzte, begann die Renaissance des Stettener Brotwassers als Monopol der Hofkammer. Andreas Fitzel zeichnet dies im letzten Abschnitt eindrücklich nach, indem er alte Handelsbezeichnungen und Etiketten analysiert. So ist die Geschichte des Stettener Brotwassers darüber hinaus ein fesselndes Stück Marketinggeschichte.
Das Buch ist nicht nur für alle lesenswert, die sich mit der württembergischen Weingeschichte befassen. Es sei auch all denjenigen empfohlen, die sich für die Geschichte der Weinlagen und des Weinbezeichnungsrechts interessieren.
Christine Krämer

Mehr Bücher vom Heimatverein hier!


Lebensraum Kernen

In den Jahren 2021 ff steht ein großes Projekt in Kernen an: Die Entwicklung der Hangweide ist ein zukunftsweisendes Projekt für die Gemeinde. Die neue Planung für 7,8 ha kann die Einwohnerzahl der Gemeinde um mehr als 10 % erhöhen.

Unsere derzeitigen Gedanken beschäftigen sich mit der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Ortsentwicklungsprozessen. Wir wollen aufzeigen, was die Weiterentwicklung der Hangweide für die Gemeinde bedeutet. Welche Auswirkungen wird die neue Bebauung der Hangweide für uns alle haben?

Der Entwicklungsprozess der Hangweide geht uns an. Wir werden unsere Veranstaltungsreihe auch in den folgenden Jahren mit detaillierten Themen fortsetzen. Wollen auch Sie keinen Termin verpassen, dann schreiben Sie uns eine Email.


Damit Sie stets über unsere aktuelle Arbeit und alle Termine informiert sind, werden wir ab sofort einen regelmäßigen "Newsletter" erstellen. Dieser Newsletter soll unsere Mitglieder und alle an unserer Arbeit Interessierten über aktuelle Themen und unsere Projekte unterrichten. Sie erhalten künftig interessante Informationen und Bilder aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft unseres Heimatortes Kernen! Deshalb unsere Bitte, schicken Sie uns einfach eine Email an Heimatverein-Kernen@gmx.de mit dem Stichwort "Newsletter".


Gesucht: Historische Aufnahmen, u.a. vom Milchhäusle Rommelshausen

Um sich ein möglichst realistisches Bild von der Vergangenheit machen zu können, sind historische Fotos von unschätzbarem Wert. Viele dieser Fotos schlummern noch in Alben und Foto-Kisten. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Fotos digital zu erfassen, zu archivieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihren historischen Ortsaufnahmen von Rommelshausen oder Stetten.

Bild: Gustav Käfer

Das Milchhäusle im Rommelshausen, ca. 1932. Bild: Gustav Käfer

Aus aktuellem Anlass suchen wir historische Aufnahmen des Milchhäusles oder dessen Umgebung. Gerne auch Fotos von der davor in der Waiblinger Straße installierten Milchannahme im Hause Schneider. Sie erhalten die Fotos nach der Digitalisierung unverzüglich wieder zurück.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!


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